Im Jahr 1935 startete Viking Rubber Company damit, Regenbekleidung für die Fischereiindustrie zu produzieren. Im Laufe der Jahre entwickelten wir uns von Regen- zu Arbeitsbekleidung. Doch ein Kundenbesuch einige Jahre später öffnete uns die Augen dafür, dass wir spezialangefertigte Arbeitskleidung für Nischenkunden entwickeln und produzieren können. – Dies wurde faktisch ein richtig großer Teil unserer Produktion und ist es noch heute. So wie aus die Extreme Access Kollektion.

In diesem Blog schreibe ich, als Designer, über die Entwicklung unseres Extreme Access-Anzuges. Der Entwicklungsprozess des Extreme Access gleicht an vielen Stellen dem Entwicklungsprozess unserer anderen Kollektionen. Anders ist jedoch der spezielle Kunde, ein Nischenkunde, für den wir designen. In diesem Fall die Windkraftindustrie und generell Arbeiter, die in der Höhe mit Sicherungsgeschirr arbeiten.

Meine Erzählung über den Entwicklungsprozess:

Lassen Sie uns an einem ganz normalen Tag starten, an dem unsere Verkäufer in der Branche unterwegs sind um neue und schon vorhandene Kunden zu besuchen. Hier präsentieren unsere Verkäufer unsere Kollektionen und führen gute Gespräche über die individuellen Anforderungen, die unsere Kunden im Bereich Arbeitskleidung an uns stellen. Einige Kunden sehen unsere Standardprodukte als die Lösung an, die sie in Bezug auf Arbeits- und Sicherheitskleidung benötigen, andere Kunden haben einen spezielleren Bedarf und individuellere Wünsche ihrer Kleidung.

Ein Tag an dem unser Verkäufer und Arbeitskleidungsexperte Per unterwegs war, sprach er mit einem Kunden aus der Windkraftindustrie, welcher den Wunsch nach besseren Bekleidungsmöglichkeiten, als die zu dieser Zeit in der Branche vorhandenen Standardprodukte, äußerte. Hier kam Viking Rubber Co. ins Spiel, da wir bereits viel Erfahrung mit Spezialanfertigungen gesammelt haben. Im Laufe der Zeit haben wir schon viele verschiedene Bekleidungstypen für den besonderen Kundenbedarf entwickelt und produziert.

Windkraftindustrie:

Wir sahen, dass gerade die Windkraftindustrie, die seit Jahren stark am Wachsen ist, sich mit Standardprodukten zufriedengeben musste. Aus diesem Grund war es unser Ziel, deren Arbeitsbekleidung zu revolutionieren und die Lösungen zu bieten, die sich die Menschen, die täglich in der Kleidung arbeiten, wünschen. Dafür besuchten wir ein Trainingscenter, das Monteure und Servicetechniker der Windkraftindustrie im Bereich Fallsicherung ausbildet.

Unsere Extreme Access-Mission:

Unsere Mission war es, den Endverbraucher von Anfang an mit in den Entwicklungsprozess einzubeziehen, sodass wir während des gesamten Prozesses neuen Input bekommen können. Über die hohen Anforderungen der Branche Bescheid wissend, begannen wir mit dem Designen. Wir mussten immer die Verhältnisse auf einem Windrad im Hinterkopf behalten. Wenig Platz und Arbeiten unter extremen Verhältnissen.

Vor dem Hintergrund dieses Wissens war es also wichtig, die Kleidung nicht zu groß und „bauschig“ zu kreieren, sondern eher enganliegend und die mehr „fitted“ sitzt. So designten wir die Jacke vergleichsweise kurz und enganliegend inklusive vorgeformter Armpartie, die der Bewegung der Arme folgt. Die dazugehörige Hose erhielt elastische Hosenträger, wurde ebenfalls körpernah geschnitten und eine vorgeformte Kniepartie wurde hinzugefügt, um eine bessere Passform zu garantieren. Außerdem war es wichtig das wir einen Stoff nutzen der Winddichte, Atmungsaktivität und Wasserdichte garantiert. Wir wählten F120. Lesen Sie mehr über das Material hier.

Die Testpersonen kamen mit Input:

Unsere Test-Servicetechniker- und Monteure erklärten uns, dass für sie die Taschen ein sehr wichtiger Bestandteil der Kleidung sind. Sie sagten faktisch: „Je mehr Taschen, desto besser.“ Deshalb wollten wir so viele Taschen wie möglich platzieren, während all diese jedoch mit dem Gebrauch eines „Harnest“ (Sicherheitsausrüstung) kombinierbar sein sollten. Denn eben diese Sicherheitsausrüstung ist bei Arbeiten in der Höhe von großer Bedeutung. Des Weiteren war es nebst der Kombination von Harnest und „so vielen Taschen wie möglich“ wichtig, die Taschenverschlüsse gleichzeitig mit Klett sowie mit Reißverschluss zu versehen. Verliert man nämlich einen Kugelschreiber oder ein Werkzeug aus 75 Meter Höhe, kann dies ziemlich gefährlich werden. Wir statteten die Kleidung daher mit vielen praktischen Jacken- und Hosentaschen aus, die in jeder erdenklichen Arbeitsposition gut zu erreichen sind.

Unsere Kleidung war wieder für den Test bereit und wurde mit in die Höhe genommen – mit „auf Arbeit“. Die Testpersonen kamen mit der Erkenntnis zurück, dass bei hartem Wind, dieser oft unter die Jacke blies. Dieses Problem lösten wir auf zweierlei Art und Weise. Einerseits fügten wir dem Jackenbund einen Gummizug hinzu, andererseits statteten wir Jacke und Hose mit einem Reißverschluss aus, sodass es möglich wurde, beide Kleidungsstücke miteinander zu einem „Overall“ zu verbinden. Hierdurch verhinderten wir effektiv, dass Wind weiterhin unter den Rückenbereich der Jacke blasen kann.

Im selben Umfang mussten wir an die Arbeitsbedingungen der Endverbraucher denken, und daran, dass die Kleidung sie gegen Wind und Wetter schützen soll. Daher entschieden wir uns, unsere bekanntes und bewährtes F120 Gewebe als Hauptmaterial zu verwenden. Mit einer Wasserdichte von 8000mm, einer Atmungsaktivität von 4000g/m2 inklusive verschweißter Nähte, war dies genau die richtige Wahl. Nebst dem Hauptstoff legten wir fest, dass es am praktischsten ist, die Manschetten, sowie die Ellbogen-, Gesäß- und Kniepartie mit Cordura ® zu verstärken. Denn eben diese Bereiche werden am meisten belastet.

Eine letzte wichtige Sache für den Endverbraucher war die Sichtbarkeit. Sie müssen sogar in vielen Metern Höhe gesehen werden. Wir designten die Kollektion daher in Hi-Vis-Rot inklusive auffälliger Reflektoren von 3M®. Extreme Access wurde deshalb nach EN ISO 20471 Klasse 3 zertifiziert.

Der gesamte Entwicklungsprozess erstreckte sich über mehrere Monate mit ständigen Änderungen und Anpassungen. Für uns war es wichtig erst ein zu 100% fertiges und mehrfach auf Herz und Nieren geprüftes Produkt anzubieten.

Heute können wir sehen, dass sich Extreme Access nicht nur an Kunden der Windkraftindustrie, sondern auch an andere Branchen richtet, die fest anliegende Kleidung, sowie spezielle Jacken- und Hosentaschenlösungen und Verstärkungen benötigen.

 

Kommen Sie aus einer Branche, in der die zur Verfügung stehende Arbeitskleidung nicht optimal ist? – Dann melden Sie sich bei uns und lassen Sie uns zusammen sehen, was wir für Sie tun können! Kontaktieren Sie uns.

Keld Moesgaard
Workwear Designer

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